Erste Juli-Wetterbesprechung 2021

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    • #16592
      Heiko
      Moderator

      Hallo zusammen,

      der Juni dauert dreißig Tage, am Ende… – nein, jetzt kommt keine Fußballweisheit, und damit herzlich Willkommen zur ersten Juli-Wetterbesprechung 2021!

      Georg bat mich, diese zu schreiben, und ich nehme es, aus organisatorischen Gründen, wörtlich und schreibe sie schon heute am Donnerstag, dem 1. Juli.

      Um den Einstiegssatz zu vollenden: …kam dieses Jahr sozusagen auf den letzten Drücker mit (teils mehr als) ordentlichem Regen der sprichwörtliche Segen für die Natur. Mancherorts war es jedoch etwas zu viel des Guten.

      Bevor vorgestern Nachmittag kräftige Schauer und Gewitter im Berliner Raum auftraten, betrug die Monatssumme des Niederschlages in Berlin-Dahlem gerade einmal 7,0 l/m². Dann fielen (vorgestern) abends alleine innerhalb von zehn Minuten bis 20.00 Uhr 8,3 l/m² und bis zum 19z-Obs in einer Stunde 19,1 l/m².

      Das war übrigens auch der vierte Jahrestag des regenreichen Tiefdruckgebietes RASMUS. Zum Nachlesen mehr hier: https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/6/30.html

      Interessant ist, sich den geographischen Verlauf der höchsten 24-stündigen Niederschlagsmengen der letzten Tage anzusehen:
      – Bis zum Dienstagmorgen kamen bis zu 81,0 l/m² im Messnetz des DWD (private Messungen seien hier ausgeklammert*, und wie immer freue ich mich auf Ergänzungen der südlichen Nachbarländer!) zusammen, und zwar in Remseck/Neckar-Aldingen in Baden-Württemberg, gefolgt von Sankt Englmar in Bayern mit 77,9 l/m².
      – Bis zum Mittwochmorgen gab es einen deutlichen Sprung des Niederschlagsschwerpunktes nach Nordosten: Finsterwalde im Süden Brandenburgs verzeichnete 83,6 l/m²; das sächsische Dresden-Gohlis kam mit 79,5 l/m² auf Platz zwei.
      – Bis zum heutigen Donnerstagmorgen schoss Prenzlau im Nordosten Brandenburgs mit 197,1 l/m² den Vogel ab; Angermünde (v.a. unserem Schneegewitter wohlbekannt und ebenfalls, wenn auch nicht ganz so weit, im nordöstlichen Brandenburg gelegen) bekam in dieser Wertung die Silbermedaille mit 167,6 l/m².

      * Ausnahme: Georg war so freundlich, mir die folgenden Zahlen zu schicken, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

      Zitat: „Regenmengen Hohenreinkendorf (Uckermark) Juni 2021 bis gestern 15 Uhr: 8 l/m². In den 17 Stunden danach: 184 l/m².“ Das ist, wie es Georg schrieb, wahrlich ein Highlight.

      So kam es auch, dass mit dem Juniregen der letzten Tage wenigstens in einigen Gebieten Deutschlands die bis dahin (mitunter deutlich) negative Bilanz zugunsten eines Niederschlagsüberschusses kippte. https://www.bernd-hussing.de/klima.htm

      Gerade an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns war der Juni 2021 aber viel zu trocken mit nicht einmal der Hälfte dessen, was im Vergleich zum langjährigen Mittel aus dem Zeitraum 1991 bis 2020 zu erwarten gewesen wäre! In Saarbrücken hingegen kamen 240% dieses Vergleichswertes zusammen!

      Es war flächendeckend zu warm (daran änderte auch die Tatsache nichts, dass es mit den kräftigen und langanhaltenden Regengüssen einen recht deutlichen Temperaturrückgang gab, der gestern unverständlicherweise manche Zeitgenossinnen und -genossen in Berlin dazu veranlasste, bei rund 20°C Lufttemperatur und etwa 18°C Taupunkt allen Ernstes auch in (wohl noch wärmeren und nicht minder schwülen) geschlossenen Räumen mit dicker Funktionsjacke zu verbringen!).

      Und was den Sonnenschein angeht, wurde in der Monatssumme der Vergleichswert mehr oder weniger deutlich überschritten.

      Mehrfach hörte ich gestern (von Laien) das Schlagwort „Herbst“ – nun ja, der Sommer hat ja erst angefangen. Wenn diese Wetterlage aber zwei, drei Monate später so oder ähnlich aufgetreten wäre, hätte sie sehr wohl das Potential für den Wechsel vom Sommer zum Herbst gehabt.

      Nun also sind wir im Juli angekommen und damit genau ein halbes Jahr vor und nach dem Jahreswechsel. Eine Parallele zu winterlicher Witterung ist im Moment durchaus gegeben: Man muss vorsichtig sein, nicht auszurutschen. Ich habe es gestern und heute einige Male erlebt, dass es auf den Bürgersteigen matschig und richtig glitschig durch Laub und Blüten in Verbindung mit dem Regenwasser war.

      Nachdem ich letztens Rudi Carrell musikalisch zitierte, möchte ich Euch diesmal das – wie ich finde – passende „Sauwetterlied“ von Reinhard Mey ans Herz legen. Hier der Text: https://www.reinhard-mey.de/texte-fuer-alle/ (Seite 139 im PDF). Und hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=WDx-WOjASaQ

      Wer dem Stück gelauscht hat, wird mehrmals vom Tiefdruckgebiet HELGA gehört haben. Das „Sauwetter“ der letzten Tage jedoch hat als Ursache das Tief XERO, und das ist ehrlich gesagt ein ziemlicher Witz, wenn man mal guckt, was „Xero“ denn eigentlich übersetzt heißt – trocken, dürr! https://de.wiktionary.org/wiki/xero-

      Blickt man auf die Bodenprognosekarte für den morgigen Freitag, sieht man das erwähnte Tief XERO mit Zentrum über dem Kattegat, wobei es eigentlich eine zyklonale Ausbuchtung eines (unbenannten) Tiefs über Russland ist, an deren „Kern“ eine eher kurze Okklusionsfront über Südskandinavien hängt, an die sich nach Osten eine Warmfront anschließt, die zu einem (ebenfalls unbenannten) Tief über der Ukraine führt. Über dem südwestlichen Mitteleuropa befindet sich der antizyklonale Gegenpart, das Hoch BEATE. Insgesamt kann unser Vorhersagegebiet als Isobarensumpf charakterisiert werden.

      Die 500-hPa-Karte für morgen Mittag zeigt mäßiges, gelb bis hellorange eingefärbtes Geopotential, wobei ich Berlin und auch den großen Rest unserer Turnierstädte in einer eher langwellentroggeprägten Lage sehe; einzig im Zürcher Raum befindet man sich nahe eines antizyklonalen Höckers (ein Keil, über den ein Elefant gelaufen ist, und dessen Achse etwa von den Balearen bis (Achtung, Fußballfans) England verläuft).

      Springen wir 24 Stunden weiter nach vorn zum Mittagstermin am Sonnabend, und zoomen wir in den Mitteleuropaausschnitt der GFS-Karte, sehen wir das Keilchen von Norditalien bis nach Süddeutschland, und sonst überwiegend Tröglein im Nordwesten und Osten des betrachteten Gebietes. Doch trotz Lupe wird deutlich: Der Sumpf wird noch sumpfiger.

      Wenn wir uns virtuell wieder ein Stück nach unten, bis ins 850-hPa-Niveau, bewegen und uns die Vorhersage für die pseudopotentielle Temperatur ansehen, wird immerhin ein gewisser Unterschied zwischen der dann über Norddeutschland zu findenden, „grünen“ Luftmasse und energiereicherer Luft v.a. über Südskandinavien sichtbar.

      In der Bodenkarte für den Sonnabendmittag ist ein völlig gelassenes „H“ irgendwo über Niedersachsen / Nordrhein-Westfalen zu sehen, dem sowohl die Kaltfront von Schweden über Polen bis in die Ukraine egal ist, als auch die Okklusion von den Britischen Inseln bis in den Norden Frankreichs. Ob Berlin – doch einige Hundert Kilometer östlich des (natürlich nicht völlig unwillkürlich vom DWD genau dort gesetzten) Hochdruck“zentrums“ gelegen – nicht doch den einen Schauer (möglichst genau zur Mittagszeit beim Übergang von Wv zu Wn) abbekommt, halte ich für eine der (aus heutiger Sicht) schwierigen Fragen für unsere Tipps. Klar, der große Regen ist weg, aber wir wissen ja, dass gerade die Details oft eine entscheidende Rolle spielen. Oder man pokert, und verlässt sich darauf, dass es an mindestens einer der beiden Stationen trocken ist.

      Außerdem bin ich gespannt, inwieweit sich die MOSse noch von den derzeit (wie ich stichprobenartig gesehen habe) 12 Stunden Sonnenschein abbringen lassen, denn so manch Modell zeigt durchaus mehr Gewölk im Berliner Raum. Für Wolken und Niederschlag gilt: Das Tief bzw. die zugehörigen Fronten nordöstlich Berlins müssen bloß 100 oder 200 km weiter nach Südwesten rutschen… Kieken wa mal.

      Angenommen, die Wolken bleiben Dahlem und Schönefeld im wesentlichen fern bzw. ausreichend dünn, wäre ein (knapper) Sommertag bei längerem Sonnenschein und ausreichender Durchmischung und etwa 8°C in 850 hPa (übrigens mal ziemlich exakt 1,5 km entsprechend) nachvollziehbar. Eine Wohltat (für mich zumindest) ist der – ohne extra eine Karte hier hereinzukopieren – für Sonnabend, 12z, prognostizierte Taupunkt von rund 10°C – besser als fast 20°C Taupunkt.

      Bis zum Sonntagmittag soll sich das (vermutlich weiter als BEATE bezeichnete) Hoch nach Osten ins südwestliche Polen bzw. vielleicht in den Norden Tschechiens verlagern. Die zuvor beschriebene (nord-)östliche Kaltfront soll keine Rolle mehr spielen; dafür hat sich dann der Prognose des DWD zufolge die westliche (Kalt-)Okklusion ein ganzes Stück nach Osten vorgeschoben. Sie soll mittags immerhin schon den äußersten Westen Deutschlands erreicht haben.

      Im Hinblick auf die Bewölkung liegt Berlin am Sonntag (gerade um den Mittagstermin) zwischen den Stühlen, wie der recht schmale Streifen ohne wesentliche Bewölkung zwischen dem wolkigen Nordosten und dem Wolkenaufzug im Westen zeigt. Ob und wieviel Regen aus der letztgenannten Himmelsrichtung bis Montag früh nach Berlin zieht, auch darüber lässt sich trefflich grübeln.

      Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist am Sonntagmittag die Windrichtung. Muss ich mehr sagen, als die Karte zeigt? Würfeln wäre eine gute Idee, aber vielleicht pendeln sich Modelle und MOSse ja noch ein Bisschen ein, so dass entweder fast alle (Menschen und Modelle) richtig liegen und die Mutigen einen Punktabzug bekommen – oder umgekehrt. 🙂

      In der ersten Hälfte der neuen Woche soll die Temperatur zunächst steigen, wobei nach derzeitigem Stand Heiße Tage in Berlin eher unwahrscheinlich sind, und besonders in der zweiten Wochenhälfte könnten Freunde von deftigerem Wetter mit Schauern und Gewittern wieder vermehrt auf ihre Kosten kommen. Aber bis dahin gucken wir erst mal, was das Hoch BEATE und ihre (nur dekorativen?) zyklonalen Sättigungsbeilagen machen.

      Ich wünsche Euch viel Spaß beim Tippen und schon mal ein schönes Wochenende!

      Danke fürs Lesen und für mögliche Ergänzungen (ich hätte noch so viel schreiben können, beispielsweise über Kanada)!

      Viele Grüße,
      Heiko.

    • #16593
      Georg
      Administrator

      Lieber Heiko,

      vielen Dank für die herausragende WB mit dem Rückblick auf einen sehr speziellen Juni 2021.

      Die Hitze in Nordamerika (siehe auch T850) und das Drama in Lytton/Kananda ist erschreckend:
      https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/kanada-lytton-hitze-101.html

      Viel Glück beim Tipp und viele Grüße,
      Georg

    • #16595
      Heiko
      Moderator

      Servus lieber Georg,

      danke für Deine Antwort!

      Heftig, was in Teilen von Nordamerika los war und ist.

      Mittlerweile sehen zumindest einige Modelle den morgigen Sonnabend, die Nacht zum Sonntag und den Sonntag selbst deutlich weniger ruhig (und nicht einfach mit Nullen zu tippen), wobei ich lange keine solche Uneinigkeit bei den verschiedenen Parametern gesehen habe (nicht nur Niederschlagsmenge und Art des signifikanten Wetters, sondern auch Bewölkung / Sonnenschein und insbesondere morgen Höchsttemperatur; von einem Sommertag morgen will kaum noch ein Modell etwas wissen, wobei gerade EZ recht nass ist, wogegen sogar eine 9 – am Sonntag – angeboten wird). Da gerät das Tippen noch mehr als sonst zum Ratespiel – wem traue ich, was ist plausibel, was ist einigermaßen sicher und was Zocken?

      Nach den höchsten 24-stündigen Niederschlagsummen in meinem Text von gestern seien hier noch die Spitzenwerte aus dem DWD-Messnetz bis heute früh als Ergänzung genannt:
      Barnstorf in Niedersachsen zwischen Bremen und Osnabrück belegte mit 31,9 l/qm den ersten Platz, gefolgt von Rüting-Diedrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern (Nordwestmecklenburg), wo 27,0 l/qm fielen.

      Und nachdem am Dienstag gebietsweise noch Hitze bis zu 31,7°C im ostbrandenburgischen Manschnow geherrscht hatte, gab es (wie am Mittwoch, wo mit jeweils 24,8°C als deutschlandweiter Höchsttemperatur an drei Wetterstationen in Mecklenburg-Vorpommern die 25,0°C-Marke verpasst wurde) am gestrigen Donnerstag wiederum keinen Sommertag, denn bei 23,9°C in Freiburg war Schluss. Dabei handelte es sich nicht um die Breisgaumetropole, sondern um den beschaulichen Namensvetter in Niedersachsen an der Elbe, nicht weit von der Nordsee entfernt.

      Bleibt noch zu sagen, dass dem Tief XERO im Nordosten jetzt statt Fronten eine Konvergenzlinie angehängt wird, dass das Tief, das sich mit einer (Kalt-) Okklusion von Westen nähern soll, den Namen YAP trägt, und dass die in der Hochdruckzone dazwischengequetschte BEATE ihr Zentrum von Nordostfrankreich in der Nacht zu heute bis morgen Mittag vor die dänische Nordseeküste verlagern soll.

      Ach so, und wie ich gerade hier https://skyweek.wordpress.com/2021/07/02/allgemeines-live-blog-ab-dem-2-juli-2021/ gesehen habe, gibt es wohl exklusive Bilder der Sonnenfinsternis letztens aus Grönland in der Zone, wo dieses seltene Himmelsschauspiel in der ringförmigen Phase sichtbar war.

      Und wer entsprechende wolkenarme oder -freie Bedingungen hat, kann weiter mit guten Chancen versuchen, nach Leuchtenden Nachtwolken Ausschau zu halten, wie sie beispielsweise in der letzten Nacht beobachtet wurden: https://forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=34&t=60253

      Viele Grüße,
      Heiko.

    • #16596
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Vielen Dank für deine Julistart-WB vom Allerfeinsten! Werde dann mal zum Raten schreiten… 😉

      Gruß in die Rinde

      Michael

    • #16597

      So eine chaotische Situation für den morgigen Samstag in Berlin habe ich schon lange nicht erlebt.

      Herzliche Grüße

      Sven

    • #16598
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Bin mal auf die „Trockenschiene“ aufgesprungen und werte mal BEATEs Antizyklonalität etwas auf. Schaun mer mal… 😉

      Gruß in die Jahresmitte  (die war genau um 13 MESZ oder auch „12 Uhr mittags“ MEZ)

    • #16599
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Moin Heiko.

      was -in 3 Teufels Namen- hat dich dazu geritten morgen in Berlin Wn=6, also NICHTkonvektiven Regen und dann noch mit ganzen 6mm zu tippen? Paßt eigentlich so gar nicht zu deiner WB… (?)

      Gruß 12 Stationsnummern gen West

      Michael

    • #16600
      Heiko
      Moderator

      Moin Michael,

      im Wesentlichen waren meine Überlegungen: Morgen Nachmittag Null in Dahlem und Schönefeld zu heikel. Ist /sind es wirklich ein / mehrere Schauer, die bis 18z beobachtet und verschlüsselt werden, oder – ein Bisschen wie vor ein paar Tagen – doch nur Getröpfel am Rand der stärkeren Niederschläge? Zur Menge: Da habe ich hauptsächlich die Nacht zum Sonntag im Blick (wo ich mir auch eher mal eine 8, vielleicht auch 9? vorstellen könnte).

      Viele Grüße,
      Heiko.

      P.S.: Weil Du einen Zusammenhang mit dem vermisst hast, was ich in der Wetterbesprechung (vom Donnerstag) geschrieben hatte, sei ein Satz zitiert, der die – auch von Sven anschaulich geschilderte – Unsicherheit deutlich machen sollte.

      „Für Wolken und Niederschlag gilt: Das Tief bzw. die zugehörigen Fronten nordöstlich Berlins müssen bloß 100 oder 200 km weiter nach Südwesten rutschen…“

    • #16601
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Alles klar! 100.200 km-Rutsch innert 1 Tages ist natürlich bedeutend mehr als 12 Stationsnummern westwärts, aber schaun mer mal… 😉

    • #16602
      Heiko
      Moderator

      Die 100 oder 200 km Rutsch bezogen sich übrigens in erster Linie auf den möglichen Unterschied zwischen der Prognose vom Donnerstag und der Realität am Wochenende. 🙂

      Viele Grüße,
      Heiko.

    • #16603
      Heiko
      Moderator

      Der DWD (synoptische Übersicht Kurzfrist von heute Abend) lehnt sich übrigens entspannt zurück:

      „Geringe Differenzen zu den externen Modellen sind meist nicht warnrelevant.“ Mag sein, dass die Warnrelevanz gering ist, aber von geringen Differenzen zu sprechen, halte ich für untertrieben.

      Viele Grüße,
      Heiko.

    • #16604
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Naja, es ist und bleibt (wird?) spannend! Allzuviel Konvektion in der Nacht zum Sonntag sehe ich allerdings nicht…

      Gruß 12 Stationsnummern westwärts

      Michael

    • #16605
      Heiko
      Moderator

      EZ hat auch deutlich, um nicht zu sagen: massiv, zurückgerudert.

      Die Idee mit der/den Konvergenzen finde ich allerdings auch ganz reizvoll.

      Viele Grüße nach Lindenberg,
      Heiko.

    • #16606
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Jo, die „Fischgräten“ sind nicht so ganz von der Hand zu weisen, aber ob die uns wohl treffen wollen? 😉

    • #16607
      Heiko
      Moderator

      Gute Frage! Ähnlich undurchsichtig, wie das Spiel gerade zwischen der Schweiz und Spanien. 🙂

    • #16608
      Heiko
      Moderator

      NLC (Leuchtende Nachtwolken) gucken ist heute sehr zu empfehlen; in Berlin fast im Zenit!

    • #16609
      Heiko
      Moderator

      Hallo,

      EZ erscheint mir selbst für den heutigen 12z-Termin ziemlich (im Nachhinein zu) nass im Nordosten. Immerhin gab und gibt es in Mecklenburg-Vorpommern gebietsweise leichten Regen oder auch mal Sprühregen. 🙂

      Viele Grüße,
      Heiko.

    • #16610
      Kaltlufttropfen
      Teilnehmer

      Naja, war doch nicht so gut für die Niederschlagstipper in Berlin, BEATEs antizyklonales Absinken hat die Inversion zu weit nach unten manövriert (vormittags sah`s ja noch ganz gut aus), um konvektive Niederschläge auszulösen, stattdessen schmückten Sc/Ac cugen den Berliner und Brandenburger Himmel… 😉

      Und wie die Modellwelt so aussieht, sind wohl auch am morgigen Sonntag die Trockentipper eher auf der Siegerstraße oder auch auf der Straße der Sonne… 😉

      Und das war erstmal mein Schlußwort zum 3.Juli…

      Michael

    • #16611
      Heiko
      Moderator

      Hallo Michael,

      stimmt, und die Tatsache, dass heute früh der Regen aus Südwesten „pünktlich“ zum 07z-Obs ankam, setzt dem Ganzen die Krone auf. 🙂

      Die hellen Leuchtenden Nachtwolken gestern Abend waren allerdings eine gute Entschädigung für die undurchsichtige BEATE.

      Viele Grüße,
      Heiko.

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